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Fortbildungen Institut für Musiktherapie
Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren, der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Weiterbildung von langjährig erfahrenen Musiktherapeuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozenten ein einzigartiges und international anerkanntes Zentrum musiktherapeutischer Weiterbildung.
Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeuten berufsspezifische Fachseminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.
Fortbildungspunkte
Das Institut für Musiktherapie wurde 2010 von der Bayerischen Landeskammer für Psychotherapie als Fortbildungsinstitut akkreditiert. Approbierte Ärzte und Psychotherapeuten beachten bitte die Hinweise bei den einzelnen Seminaren: Gegen Vorlage Ihres Barcodes bzw. Ihrer Mitgliedsnummer erhalten Sie vom Kursleiter Ihre Bestätigung.
Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:
>> Berufsbegleitende Weiterbildung Musiktherapie (BWM)
>> Seminare mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Berufsspezifische Fachseminare für berufstätige Musiktherapeuten/innen
>> Berufsspezifische Zusatzqualifikationen
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung
20. Fachtagung »Die Stimme in der Musiktherapie« 2012
Fachbereichsleitung Berufsbegleitende Weiterbildung
Dr. Dorothee von Moreau
E-Mail: dvmoreau@freies-musikzentrum.de
Tel: 06221 - 58 87 092
Andreas Wölfl
E-Mail: awoelfl@freies-musikzentrum.de
Fax: 089 - 41 42 47-60
Fachbereichsleitung (Fach-)Seminare und Zusatzqualifikationen
Monika Baumann
E-Mail: mbaumann@freies-musikzentrum.de
Berufsbegleitende Weiterbildung Musiktherapie

Leitung: Dr. Dorothee von Moreau, Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen
Aufnahmevoraussetzungen
- Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
- geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
Mindestalter 26 Jahre
- musikalische und persönliche Eignung
(wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)
Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt. Die Weiterbildung orientiert sich formal und inhaltlich an den Kriterien des ehemaligen Berufsverbandes bvm und den europäischen Standards der EMTC.
Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.
Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).
Beginn: Die nächste Ausbildung startet im Januar 2013.
Anmeldeschluss: 30. September 2012
Aufnahmepüfung: November 2012
Kosten
235, € monatlich zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und
Einzel-Lehr-Supervision in Höhe von ca. 1.900, € jährlich.
Prüfungsgebühren: Aufnahmeprüfung 95,- €
Zwischen- und Abschlussprüfung je 165, € (Änderungen vorbehalten).
Dozenten
Dr. G. Bergenthal, G. Engert-Timmermann, Ch. Galle-Hellwig, A. Geis, E. Glogau, S. Hellwig,
P. Hemmer-Torhorst, Dr. D. v. Moreau, Ch. Münzberg, S. Reimold, Dr. M. Nöcker-Ribaupierre, M. Schenk, Dr. S. Schulz, Prof. Dr. T. Timmermann, Dr. A. Walter, A. Wölfl, H. G. Wolf
Auskunft
Dr. Dorothee von Moreau
dvmoreau@freies-musikzentrum.de
Tel: 06221 - 588 70 92
Download als pdf > Broschüre BWM
Gerne senden wir Ihnen unsere ausführliche Broschüre zu.
Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Weiterbildung als pdf
>> Curriculum

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Seminare
Die offenen Seminare richten sich an Interessierte (insbesondere aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen), die sich grundlegende Kenntnisse über Musiktherapie erwerben wollen.

Musikalische Eltern-Kind-Gruppen NEU musiktherapeutische Aspekte 
Dieses Seminar richtet sich an LeiterInnnen von musikalischen Eltern-Baby/Kind-Gruppen (auch Berufsanfänger), die Interesse an musiktherapeutischen Aspekten haben, an MusiktherapeutInnen und andere Interessierte. Kann die Musik an sich den Eltern einen feinfühligen Umgang mit ihren Kindern zeigen? Wo und wann brauchen Eltern Hilfestellung? Wie ist das mit den kleinen Wespen oder den wilden Kerlen in der Gruppe? Unter welchen Umständen kann eine Gruppe diese Kinder ertragen oder sogar tragen? Was kann ich da als Leiterin tun? Wie gehe ich mit »schwierigen« Eltern um? Wo sind meine eigenen Grenzen? Solche und andere Fragen werden in diesem Seminar thematisiert. Auch ist Raum für eigene Fälle, die wir gerne gemeinsam betrachten und dabei nach Lösungen suchen. Den theoretischen Hintergrund bilden das Selbstempfindungskonzept von Daniel Stern, bindungstheoretische Ansätze sowie systemische Sichtweisen.
20 Fortbildungspunkte sind von der Bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt,
bei der DMtG beantragt.
11HF107 · Ursula Herpichböhm · Kursraum 7 · 158, €
Block 3 Tage · Fr. 27.1.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 28.1.: 10.00 - 18.00
Uhr · So. 29.1.: 10.00 - 13.00 Uhr
Healing Sounds NEU 
In diesem meditativ-vitalen Seminar erleben und genießen wir: die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung von Gesängen/Chants aus allen Kulturen der Welt, angeleitete Rhythmus- oder Stimmimprovisation (Bodypercussion, Tönen) und das Bespielt-Werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Wahrnehmung: sich in Beziehung zu den anderen wahrnehmen und Teil des ganzen klingenden und sich wandelnden Geflechts sein, sich durchdringen lassen vom gemeinsamen Puls, sich spüren im kreativen Sein und im Hören. Außerdem wird Healing Sounds als musiktherapeutische Methode reflektiert, werden Ergebnisse aus der Hirnforschung und die Rolle erlebter spiritueller Dimensionen thematisiert.
F101 · Dorothea Heckelsmüller · Saal · 64, €
Ferien, ein Tag · So. · 15.4. · 11.00 bis 17.00 Uhr
Musiktherapeutische Ansätze in der Palliativmedizin 
Dieses Seminar soll den Teilnehmern einen Einblick vermitteln in die musiktherapeutische Arbeit auf einer Palliativstation. Ausgehend von verschiedenen musiktherapeutischen Methoden im spezifisch palliativmedizinischen Kontext wird ein Schwerpunkt die Beschäftigung mit dem Themenbereich »Empathie« sein. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Vorgehensweisen von aktiver und rezeptiver Musiktherapie in der Begleitung von unheilbar Kranken.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
F102 · Richard Löhr · Kursraum 7 · 125, €
Wochenende · Sa. 5.5. 10.00 - 17.00 · So. 6.5. 10.00 - 14.00 Uhr
Meine Handschrift Annäherung in Bewegung, Klang und Maske 
An Künstlern kann man sehen, wie ihre Handschrift ihren Bildern ähnelt. Was hat unsere Handschrift mit unserem Leben zu tun? Im künstlerischen Experimentieren mit deiner Handschrift kommst du deinem ganz eigenen individuellen Lebensausdruck auf die Spur. Ausgehend von der eigenen Bewegung auf dem Papier formen wir sie in Ton als Maske. Die Gestalt, die daraus entsteht, tanzen wir in den dreidimensionalen Raum. Während des gesamten Entstehungsprozesses spielen wir immer wieder mit Klängen und machen so die Handschrift hörbar. Im Blatt ist der ganze Baum enthalten. Welches Potenzial liegt in deiner Hand verborgen? Dieser Kurs vermittelt Freude am Spielen auf allen Ebenen und am eigenen künstlerischen Potenzial. Hier können musiktherapeutische Methoden in Kombination mit anderen Medien erfahren werden.
Bitte ein einfarbiges Tuch ca. 80 x 80 cm und Materialgeld 15, € mitbringen.
F103 · Malou Eberspächer · Kursraum 7 · 158, €
Block 3 Tage · Fr. 11.5.: 18.00 - 22.00 Uhr · Sa. 12.5.: 10.00 - 18.00
Uhr · So. 13.5.: 10.00 - 13.00 Uhr
Was ist Musiktherapie, wie werde ich MusiktherapeutIn? 
Über das eigene Erleben von aktiven und rezeptiven musiktherapeutischen Spielangeboten wird in diesem Kurs Musik als therapeutisches Medium erfahen. Basierend auf diesen eigenen Erfahrungen werden grundlegende musiktherapeutische Methoden und verschiedenen Tätigkeitsfelder der Musiktherapie dargestellt. Außerdem erhalten Sie Informationen über aktuelle Ausbildungsmöglichkeiten sowie einführende Literatur. Darüber hinaus bleibt genug Raum für individuellen Fragen.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
11HF106 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 152, €
Ferienwochenende · Sa. 7.1.: 10.00-19.00 · So. 8.1.: 10.00-14.30 Uhr
F104 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 145, €
Wochenende · Sa. 19.5.: 10.00 - 19.00 · So. 20.5.: 10.00 - 14.30 Uhr
Musiktherapie mit Jugendlichen 
Pubertät und Adoleszenz sind Zeiten des Umbruchs, der Veränderung und des Neubeginns. Jugendliche stellen vieles in Frage und sind auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Musik bietet den Jugendlichen Möglichkeiten der Identifikation und Identitätsfindung. Im Seminar werden experimentell und erlebnisnah Methoden vorgestellt, wie Themen und Problemstellungen von Jugendlichen musiktherapeutisch aufgegriffen und behandelt werden können. Insbesondere werden psychotherapeutische Aspekte der freien und strukturierten Improvisation sowie Besonderheiten der Beziehungsdynamik erarbeitet.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
F105 · Andreas Wölfl · Kursraum 7 · 125, €
Block 2 Tage · Fr. 29.6.: 16.00 - 19.30 · Sa. 30.6.: 10.00 - 18.00 Uhr
Phänomenologisch-systemische Aufstellungsarbeit und Musiktherapie 
Dieses Seminar bietet Gelegenheit, durch Selbsterfahrung und Reflexion zu erleben und zu verstehen, wie sich phänomenologisch-systemische Aufstellungen mit musiktherapeutischen Vorgehensweisen und Techniken kombinieren lassen. Je nach Anliegen können Teilnehmer Stellvertreter für Mitglieder ihrer Herkunfts- bzw. Gegenwartsfamilie oder auch nichtpersonale Repräsentanzen aufstellen, die dann mit Instrumenten, Stimme und Bewegung ihre Befindlichkeit ausdrücken und diese prozesshaft und interaktionell weiterentwickeln. Die Verbindung des wirkenden Feldes mit frei improvisiertem nonverbalem Ausdruck, in den möglichst wenig eingegriffen wird, ist das Spezifische dieses Ansatzes und verbindet in der Tiefe die herkömmliche aktive Musiktherapie mit den Entdeckungen der systemisch-phänomenologischen Aufstellungsarbeit im Sinne des Familienstellens und den Bewegungen der Seele. Je nach Situation wird mit Lösungen experimentiert, musiktherapeutisch und verbal aufgearbeitet. Im Seminar werden außerdem der phänomenologisch-systemische Hintergrund und eine Reihe von praktischen Beispielen dargestellt, die die Grundlage für Diskussion und den Transfer in verschiedene Praxisfelder bilden.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
F106 · Prof. Dr. Tonius Timmermann · Saal · 175, €
Block 3 Tage · Fr. 6.7.: 18.30 - 21.30 Uhr · Sa. 7.7.: 10.00 - 18.00 Uhr
· So. 8.7.: 10.00 - 13.00 Uhr
Musiktherapie mit mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen NEU 
In der musiktherapeutischen Begegnung mit mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen geht es u. a. darum, Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten sowie individuelle Ausdrucksformen zu entdecken. Ziel ist das Entwickeln einer gemeinsamen Sprache auf musikalischer und körperlicher Ebene. Auf diesem Weg sind sowohl Selbstwahrnehmung als auch Koordination und Integration verschiedener Sinneseindrücke von großer Bedeutung. Der Schwerpunkt dieses Wochenendes liegt auf der Selbsterfahrung. Mithilfe von Rollenspielen werden musiktherapeutische Herangehensweisen entwickelt und erfahrbar gemacht. Videobeispiele aus der Praxis veranschaulichen die auf entwicklungspsychologischen Erkenntnissen basierenden theoretischen Grundlagen.
20 Fortbildungspunkte sind von der Bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt. Fortbildungspunkte bei der DMtG beantragt.
F107 · Sylke Spielbauer · Kursraum 7 · 172, €
Wochenende · Sa. 7.7.: 10.00 - 19.00 · So. 8.7.: 09.30 - 15.30 Uhr

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Berufsspezifische Fachseminare
Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Kurse F202 auch für Psychotherapeuten
Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung (F202 auch für Psychotherapeuten)
Einzelne Wochenendkurse sowie eine dreiteilige Seminarreihe geben Musiktherapeuten Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen. Die Seminarreihe 2012 widmet sich der Musiktherapie in der Neurorehabilitation. In dem integrativen Ansatz, der hier vorgestellt wird, werden sowohl funktionelle als auch psychotherapeutische Ansätze in der Behandlung von Patienten mit erworbener Hirnschädigun berücksichtigt und individuell kombiniert.
Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Fachseminare umfasst die fundierte Vermittlung von Theorie und Praxis des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der Teilnehmer.

»Anklang« NEU
Resonanzerfahrungen in der Musiktherapie
Resonanz ist einerseits ein musikalisches Phänomen, andererseits ein verborgenes, aber fühlbares Geschehen, das uns befähigt, mit anderen Menschen mitzuschwingen, uns aufeinander ein- und miteinander abzustimmen und wird dadurch zu einem Grundprinzip therapeutischer Beziehung. Resonanz erfahren bedeutet, im innersten Wesen angesprochen, zugehörig und mit dem Lebendigen verbunden zu sein. Auf der Grundlage eines entwicklungspsychologisch fundierten Therapieverständnisses, das schon den pränatalen und frühen vorsprachlichen Beziehungserfahrungen zentrale Wichtigkeit beimisst, wird ein musik- und körperpsychotherapeutischen Ansatz vorgestellt, der geeignet ist, dieses subtile zwischenmenschliche Schwingungsgeschehen anzubahnen, sinnlich fassbar zu übermitteln und zu regulieren. Das Seminar bietet Raum für theoretische Inputs, Selbsterfahrung und supervisorische Teile mit Fallbeispielen der Teilnehmenden.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.
F203 · Dr. Barbara Gindl · auch für Psychotherapeuten · Kursraum 7 · 210, €
Block 3 Tage · Fr. 13.1.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 14.1.: 10.00 - 18.00 Uhr · So. 15.1.: 10.00 - 13.00 Uhr

Musiktherapie in der Neurorehabilitation (nach erworbener Hirnschädigung) NEU
(3-teilige Seminarreihe)
Patienten mit erworbener Hirnschädigung stellen für Musiktherapeuten eine besondere Herausforderung dar. Die erlernten Handlungskonzepte greifen oft nicht, Wahrnehmen, Erleben und Verhalten dieser Menschen sind verändert. Die Arbeit mit ihnen erfordert sowohl ein vertieftes Wissen um diese Besonderheiten, als auch ein spezifisches Repertoire an Interventionsformen für die therapeutische Praxis. Das hier vorgestellte Konzept integriert funktionelle und psychotherapeutische Ansätze der musiktherapeutischen Behandlung. Je nach Bedürfnis und aktueller Situation des Patienten sowie dem Verlauf des Therapieprozesses kann die funktionelle Problematik oder die psychische Situation des Patienten in den Mittelpunkt rücken.
Teil 1: Spannungsfeld funktionelle Therapie Psychotherapie
Als Einstieg wird ein Überblick über die häufigsten Krankheitsbilder und die bestehenden musiktherapeutischen Konzepte in der neurologischen Rehabilitation gegeben. Auf der Grundlage eines beziehungsorientierten Ansatzes werden sowohl funktionelle, als auch psychotherapeutische Aspekte im musiktherapeutischen Prozess herausgearbeitet und durch Videobeispiele aus der klinischen Praxis veranschaulicht.
Leitung: Monika Baumann · Kursraum 4 Block 3 Tage · Fr. 13.4.12: 18.00 - 21.00 Uhr
Sa. 14.4.12: 10.00 - 18.00 · So. 15.4.12: 10.00 - 13.30 Uhr
Teil 2: Zugänge zu schwerst bewusstseins- und wahrnehmungsgestörten Patienten
Im zweiten Seminar steht die Auseinandersetzung mit Veränderungen von Wahrnehmung und Bewusstsein im Vordergrund. Verschiedene nonverbale Formen des körpernahen Dialogaufbaus, der Kommunikation und des prozessorientierten Begleitens sowie übende Interventionsformen zur Förderung von Wahrnehmung und Orientierung werden in Selbsterfahrung erarbeitet, in Videobeispielen demonstriert und theoretisch reflektiert.
Leitung: Maret Jochheim · Kursraum 7 Block 3 Tage · Fr. 15.6.12: 18.00 - 21.00 Uhr
Sa. 16.6.12: 10.00 - 18.00 · So. 17.6.12: 10.00 - 13.30 Uhr
Teil 3: Indikations- und symptomspezifisches Handeln
Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf der Analyse musiktherapeutischen Handelns und der Supervision. Es werden Indikationsstellung und Symptomatik einzelner Patienten reflektiert, mögliche musiktherapeutische Ansätze besprochen, Interventionen und Ziele erarbeitet. Praxisbeispiele der Teilnehmer sind willkommen (auf Video, DVD oder als Datei)! Leitung: Monika Baumann · Kursraum 4 Block 3 Tage · Fr. 26.10.12: 18.00 - 21.00 Uhr
Sa. 27.10.12: 10.00 - 18.00 · So. 28.10.12: 10.00 - 13.30 Uhr
60 Fortbildungspunkte sind von der Bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt, bei der DMtG beantragt. Buchung nur als Ganzes möglich. Anmeldeschluss: 2.4.2012. 10% der Gebühr sind bei Anmeldung, der Rest 14 Tage vor Seminarbeginn fällig.
F201 · Monika Baumann, Maret Jochheim · Kursraum 7 / 4 · 556, €
Katathym-imaginatives Arbeiten in der Musiktherapie NEU 
Bei der analytischen Methode der katathym-imaginativen Psychotherapie (nach Leuner) wird die Fähigkeit des Menschen zum Tagträumen genutzt, um kreative psychische Funktionen zu aktivieren. Sowohl allgemeingültige Motive als auch eigene Bilder können bearbeitet werden. So können konflikthafte Szenen durchlebt, durchlitten und überwunden werden, wobei dem Therapeuten die begleitende, leitende und unterstützende Funktion zukommt.
Eine Integration dieser Methode in die musiktherapeutische Arbeit gibt dem Therapeuten ein besonders in psychischen Krisen sehr hilfreiches und direktes Behandlungsmittel in die Hand. Die Methode eignet sich weiterhin als ergänzendes Mittel zur Diagnosestellung und enthält Motive zu förderlicher Ressourcenarbeit. Die musikalische Improvisation ihrerseits vertieft und integriert im imaginativen Raum durchlebte Probleme oder Motive und führt den inneren Prozess zu einem stimmigen Abschluss. Dieser Kurs gibt zunächst einen Einblick in die katathym-imaginative Psychotherapie in Theorie und Praxis und es wird deren besondere Frage- und Begleittechnik geübt. Im Weiteren werden Anwendungsmöglichkeiten innerhalb der Musiktherapie aufgezeigt und es wird ein integrativer Ansatz dargestellt und anhand von Beispielen aus der Praxis diskutiert.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
F202 · Margrit Schenk · auch für Psychotherapeuten · Kursraum 7 · 210, €
Block 3 Tage · Fr. 20.4.: 17.00 - 20.00 Uhr · Sa. 21.4.: 10.00 - 18.00
Uhr · So. 22.4.: 10.00 - 14.00 Uhr
Bedeutung und Möglichkeiten der »Operationalisierten psychodynamischen Diagnostik« (OPD2) für die Musiktherapie 
Neben den etablierten Diagnosesystemen ICD 10 und DSM IV, die sich lediglich auf die Beschreibung und Klassifikation von Krankheitssymptomen beschränken, hat sich im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahren mit der OPD2 ein Diagnosesystem etabliert, mit dessen Hilfe psychodynamische Prozesse erfasst und analysiert werden können. Im Gegensatz zu ICD 10 kann aus der Diagnose der Beziehungsdynamik, der vorherrschenden Konflikte und der Struktur des Patienten direkt eine therapeutische Intervention abgeleitet werden. Dieses Seminar gibt eine Einführung in OPD2 und zeigt den Transfer bzw. die Erweiterung dieses Systems auf musiktherapeutische Situationen und Fragestellungen auf. Fallbeispiele aus der Praxis der Teilnehmer sind willkommen!
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
F203 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 4 · 193, €
Wochenende · Sa. 21.4.: 10.00 - 19.00 · So. 22.4.: 10.00 - 14.30 Uhr
Musiktherapie für Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung NEU 
Die Zunahme von Borderline-Persönlichkeitsstörungen (BPS) im stationären und ambulanten Kontext fordert die bestehenden Behandlungskonzepte von Musiktherapeuten heraus. Charakteristika dieser Patientengruppe sind u. a. Suizidversuche, impulsives Verhalten, aggressive und selbstschädigende Verhaltensweisen. Auch zeigen Patienten mit einer BPS spezifische Auffälligkeiten in der Musiktherapie und nutzen die gespielte, gehörte oder abgelehnte Musik auf sehr eigene Weise. In diesem Fachseminar wird die Bedeutung von Musik vor dem Hintergrund einer psychodynamischen Sichtweise mit Blick auf Mentalisierungsvorgänge untersucht. Typische Interaktionsmuster werden mit Hilfe von Fallbeispielen herausgearbeitet, musiktherapeutische Interventionen erarbeitet und im praktischen Spiel ausprobiert. Ziel der Fortbildung ist der Erwerb von größerer Sicherheit im Umgang mit emotionalen Irritationen bei der Begegnung mit Patienten mit BPS, so dass die musikalische Spiel- und Reflexionsfähigkeit des Musiktherapeuten erhalten bleibt.
Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
F204 · Dr. Gitta Strehlow · Kursraum 7 · 240, €
Block 3 Tage · Fr. 13.7.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 14.7.: 10.00 - 18.00
Uhr · So. 15.7.: 10.00 - 13.00 Uhr
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Berufsspezifische Zusatzqualifikationen
Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung.
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller fachspezifischer Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie verhelfen, neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren. Ziel ist es, Musiktherapeuten fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet und/oder wichtige wissenschaftliche Themen zur Integration in ihr berufliches Umfeld zu vermitteln. Es wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Musik-Traumatherapie 
Die Arbeit mit traumatisierten Menschen gewann in den letzten Jahren innerhalb der Psychotherapie zunehmend an Bedeutung. Die Traumatherapie im engeren Sinne hat dabei zum Ziel, unerträgliche, lebensbedrohende Ereignisse die zu einer Fragmentierung der Gedächtnisinhalte geführt haben und nur ungenügend verarbeitet werden konnten im Nachhinein zu integrieren und so zu einem Bestandteil des persönlichen Narrativs zu machen. Neue neurologische und neurobiologische Erkenntnisse haben gezeigt, dass hierfür psychodynamische wie auch lerntheoretische Behandlungsmodelle nicht ausreichen und andere methodische Vorgehensweisen notwendig sind. Der musiktherapeutische Methodenkatalog zur Behandlung von Patienten mit Traumafolgestörungen bedarf noch einer Modifizierung und Erweiterung. Erst seit wenigen Jahren gibt es vermehrt Veröffentlichungen auch in der musiktherapeutischen Landschaft zu diesem Thema.
Die Zusatzqualifikation Musik-Traumatherapie beinhaltet
- eine fundierte Einführung in den aktuellen Stand der Traumatologie
- eine Modifikation der musiktherapeutischen Methodik bezogen auf diese Erkenntnisse, wobei die besonderen Möglichkeiten aber auch die Risiken des Mediums Musik im Fokus des Unterrichts stehen.
- eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung des traumatherapeutischen Modells im Kanon verschiedener psychotherapeutischer Behandlungsansätze sowie Umsetzungsmöglichkeiten in verschiedenen musiktherapeutischen Praxisfeldern.
Ein ausführliches Curriculum erhalten Sie auf Anfrage. Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer und der DMtG beantragt.
12HF301 · Sabine Reimold, Hanns-Günter Wolf, Andreas Wölfl · Gastdozenten: Jürgen Keller, Anka Krug, Dr. Barbara Dettmer · Kursraum 7 · 1.440, € (zzgl. Kosten für Lehrsupervision)
6 Wochenenden in 18 Monaten · 30.11.-2.12.12 · 11.-13.1.13 · 12.-14.4.13 · 28.-30.6.13 · 11.-13.10.13 · 24.-26.1.14 je Fr. 17.30 - 20.30, Sa. 9.00 - 18.30, So. 9.00 - 14.00 Uhr
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20. Fachtagung Musiktherapie
Die Stimme in der Musiktherapie
Vom Klang des Lebens zum Medium der Beziehung
Leitung: Gabriele Engert-Timmermann und Hanns-Günter Wolf
Die menschliche Stimme begleitet von Beginn an die Entwicklung des Menschen, angefangen vom stillen, lauschenden, Eindrücke aufnehmenden Sein über den Ausdruck der Lebendigkeit durch Schreien und Lautformung bis hin zu reifem Lautieren und Sprechen. Die »Beziehung zu einem Du« ist dabei tragender Grund für die Entfaltung der Ausdrucksfähigkeit.
Tatsächlich aber bestand gerade innerhalb der psychotherapeutisch orientierten Musiktherapie lange Zeit ein eher schwieriges Verhältnis zum therapeutischen Einsatz der Stimme. Einerseits beruhte dies auf methodischen Schwierigkeiten, wie mit den Hemmungen umzugehen sei, die gerade psychosomatische Patienten ihrer Stimme gegenüber haben, andererseits hatte das Liedersingen den Ruf, eher einer heilpädagogisch orientierten Kinder- oder Gerontomusiktherapie angemessen zu sein. Dies hat sich in den letzten Jahren im Zuge der Resilienzforschung und der Ressourcenorientierung geändert.
Sowohl aus übergeordneter Perspektive als auch aus verschiedenen musiktherapeutischen Praxisfeldern führen erfahrene ReferentInnen durch dieses Thema und bieten Anregungen zum Nachdenken und zur therapeutischer Inspiration.
9 Fortbildungspunkte sind von der Bay. Psychotherapeutenkammer genehmigt,
bei der DMtG beantragt..
Tagungsprogramm
Samstag, 3. März 2012
- 13.00 13.30 Begrüßung und Einstimmung
- 13.30 14.30 Dieter Mittelsten Scheid: Die Stimme der Stille Variationen über das Lauschen und Horchen
- 14.30 15.30 Monika Baumann und Ulrike Wanetschek: Auf der Suche nach der verlorenen Stimme musiktherapeutische Zugänge bei neurologischen Patienten
- 15.30 16.30 Kaffeepause
- 16.30 17.30 Ingrid Erhardt: Die Stimme im Dialog früher emotionaler Störungen in der Musiktherapie
- 17.30 18.30 Gerhard Kappelhoff: Singen und Stimme in der klinischen musiktherapeutischen Arbeit mit krebskranken Kindern und Jugendlichen
- ab 19.00 Get together (Ort wird noch bekannt gegeben)
Sonntag, 4. März 2012
- 10.00 11.00 Sabine Rittner: Von der Sinnlichkeit des Singens Das Potenzial der Stimme in der Musiktherapie
- 11.00 12.00 Susanne Bauer: Die Wahrnehmung des Stimmklangs im psychotherapeutischen Kontext
- 12.00 12.30 Schlussbetrachtungen und Ausklang
- ca. 13 Uhr Ende der Tagung
Referenten und Themen
Dieter Mittelsten Scheid, Dr. med.
Arzt, Psychotherapeut und Atemtherapeut, leitet seit über 25 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Batya Schwartz offen gestaltete Schweige-Retreats in der Toskana, ohne konfessionellen oder ideologischen Hintergrund. Veröffentlichungen zum Vortragsthema.
Die Stimme der Stille Variationen über das Lauschen und Horchen
Jede Verlautbarung, seien es Worte, Töne oder Musik, entspringt dem großen Raum der Stille und verklingt wieder in ihm. Ohne Stille gibt es kein Gespräch und keinen Gesang. Der Vortrag lädt dazu ein, diesem Raum der Stille zu lauschen, darauf zu achten, was uns beim Lauschen hilft oder behindert, und darauf zu horchen, was die Stille uns zu sagen hat, über uns selbst und über das Leben.
Monika Baumann
Diplom-Musiktherapeutin (FH), seit 1993 Arbeit mit neurologischen, insbesondere hirngeschädigten Patienten in der Klinik für Frührehabilitation und Physikalische Medizin am Städtischen Klinikum München Bogenhausen. Veröffentlichungen zum Vortragsthema.
Ulrike Wanetschek
Diplom Opernsängerin und Musiktherapeutin (DMtG). Gesangspädagogin und Erwachsenenbildnerin zum Thema »Stimme Atem Körper«. Psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz. Musiktherapeutische Leitung des Chorprojektes der Jungen Aphasiker München.
Auf der Suche nach der verlorenen Stimme
musiktherapeutische Zugänge bei neurologischen Patienten
Neurologische Krankheiten, insbesondere Verletzungen des Gehirns, können vielfältige Beeinträchtigungen der Stimme, des Sprechens und der Sprache verursachen. Die musiktherapeutische Arbeit mit der Stimme kann hier auf zwei Ebenen ansetzen: der musikalisch-spielerischen und der funktionell-übenden Ebene. Nach einem Überblick über die spezifischen Störungen, die jeweils wirksamen musiktherapeutischen Methoden und Ziele wird ein Chorprojekt mit der Selbsthilfegruppe der Jungen Aphasiker München vorgestellt.
Ingrid Erhardt
Dipl.-Psych., Musiktherapeutin, Psychologische Psychotherapeutin i. A., wiss. Mitarbeiterin im Dr. v. Haunerschen Kinderspital, Schwerpunkte: Psychotherapie-Prozessforschung, Bindungsforschung, Musiktherapie mit traumatisierten Kindern.
Die Stimme im Dialog früher emotionaler Störungen in der Musiktherapie
Stimme ist zentrales Element in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen mit sog. Frühstörungen. In der frühen Mutter-Kind-Interaktion findet ein dialogisches sich Ein- und Abstimmen statt, welches wesentlich die weitere Entwicklung des Kindes prägt. Störungen in der primären Beziehung führen u. a. zu Beeinträchtigungen in der Affektregulation und in der Selbstwahrnehmung.
Improvisation mit der Stimme eröffnet einen Zugang zur präsymbolischen Phase und ermöglicht korrektive emotionale Erfahrungen im Rahmen einer tragfähigen therapeutischen Beziehung. Dieser musikth. Ansatz basiert auf Erkenntnissen aus der Bindungstheorie und der Säuglingsforschung und wird anhand von Fallbeispielen (Video) veranschaulicht.
Gerhard Kappelhoff
Studium der Musikerziehung und Musikwissenschaft, Dipl.-Päd., Dipl.-Soz. (Münster) Dipl.-Musiktherapeut (London). Musikpädagoge und Instrumentallehrer, in Jugend- und Erwachsenenbildung, freischaffender Musiker, Produktionen im eigenen Studio. Seit 1997 am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg als Musiktherapeut in der pädiatrischen Onkologie, Neuropädiatrie und der pädiatrischen Palliativstation tätig.
Singen und Stimme in der klinischen musiktherapeutischen Arbeit
mit krebskranken Kindern und Jugendlichen
Anhand verschiedener Beispiele aus der klinischen Praxis werden wichtige Aspekte der musiktherapeutischen Arbeit mit krebskranken Kindern und Jugendlichen beleuchtet. Vor allem die Rolle und Funktion von Stimme, Gesang und Liedern bei der Verarbeitung und Bewältigung von Krankheitserfahrungen wird herausgearbeitet. Auch das musiktherapeutische Setting, Methoden klinischer musiktherapeutischer Gesangs-Arbeit und die besonderen Rahmenbedingungen dieses Arbeitsfeldes werden dargestellt.
Sabine Rittner
Psychotherapeutin, Musikth., Atem- und Stimmth., Hypnoth., Traumath. mit Spezialisierung auf Körper und Stimme. Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Med. Psych. der Uniklinik Heidelberg sowie in eigener Praxis in Heidelberg. Seit 30 Jahren umfangreiche Ausbildungs-, Seminar-und Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Veröffentlichungen zum Vortragsthema.
Von der Sinnlichkeit des Singens Das Potenzial der Stimme in der Musiktherapie
Die Stimme ist ein wichtiger Wirkfaktor für sowohl aufdeckendes als auch ressourcen- und körperorientiertes Arbeiten in der Musikpsychotherapie. Der Vortrag gibt einen Überblick über Einsatzmöglichkeiten des Singens und Tönens in der Musiktherapie und ihre methodischen Implikationen. Vertiefend werden verschiedene Kategorien herausgearbeitet: die Stimme als Medium der Beziehungsgestaltung, als Methode in der Musikpsychotherapie, als Diagnostikum, als Selbstheilungs-Mittel und als Medium zur Tranceinduktion. Die Wirkungen des Singens im Körper werden dargestellt, Indikationen und Kontraindikationen erläutert und abschließend spezifische Potenziale des »Königswegs Singen« akzentuiert.
Susanne Bauer, Prof. Dr.
Dipl.-Musiktherapeutin (Wien), Studium der Psychologie (Rom), Promotion an der medizinischen Fakultät in Ulm. Zusatzausbildungen in morphologischer Musiktherapie, Systemischer Familien- und Paartherapie (Santiago de Chile). Leitung des Aufbaustudiengang Musiktherapie an der Universidad de Chile. Wiss. Mitarbeiterin am Psych. Institut der Pontificia Universidad Católica de Chile. Seit 2008 Leitung des Masterstudiengangs Musiktherapie an der UdK Berlin. Veröffentlichungen zum Vortragsthema.
Die Wahrnehmung des Stimmklangs im psychotherapeutischen Kontext
Wie nehme ich die Stimmen anderer Personen wahr, welche Gefühle lösen sie in mir aus und wie wirkt meine eigene Stimme auf andere? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Arbeitsgruppe »Die Stimme im psychotherapeutischen Kontext« am Psychologischen Institut der Universidad de Chile. Mittels Fragebögen und Tiefeninterviews wurden Untersuchungen zur Wahrnehmung der Stimme in Santiago de Chile und Berlin durchgeführt. Ergebnisse von Studien zur Bedeutung der Stimmqualität und der stimmlichen Koordination im musiktherapeutischen Kontext werden im Vortrag vorgestellt.
Veranstaltungsort
Freies Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, 81675 München
Tagungsgebühr
Normal (auch für Mitglieder BVM, DGMT) 110, €, Ermäßigt laut > AGB 97, €
Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 5.2.2012. Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer F100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum 5.2.2012 behält sich die Tagungsleitung vor, die Veranstaltung unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr abzusagen.
Stornierung
Bei Stornierung durch den Teilnehmer bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20, € Bearbeitungsgebühr zurück überwiesen. Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.
Download Tagungsflyer als pdf > Musiktherapie-Tagung 2012
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