Fortbildungen – Institut für Musiktherapie

Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren,
der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Weiterbildung von langjährig erfahrenen Musiktherapeuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozenten ein einzigartiges und international anerkanntes Zentrum musiktherapeutischer Weiterbildung.

Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeuten berufsspezifische Fachseminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.

Bitte beachten Sie die Weiterbildungspunkte für Ärzte und approbierte Psychotherapeuten.

Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:
>> Seminare
mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Berufsspezifische Fachseminare für berufstätige Musiktherapeuten/innen
>> Berufsspezifische Zusatzqualifikationen
>> Berufsbegleitende Weiterbildung Musiktherapie (BWM)
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung
      
19. Fachtagung »Musiktherapie in der präventiven Arbeit« 2011

Fachbereichsleitung – Berufsbegleitende Weiterbildung
Dr. Dorothee von Moreau
E-Mail: dvmoreau@freies-musikzentrum.de
Tel: 06221 - 58 87 092

Andreas Wölfl
E-Mail: awoelfl@freies-musikzentrum.de
Fax: 089 - 41 42 47-60

Fachbereichsleitung – (Fach-)Seminare und Zusatzqualifikationen
Monika Baumann
E-Mail: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Seminare

Die offenen Seminare richten sich an Interessierte (insbesondere aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen), die sich grundlegende Kenntnisse über Musiktherapie erwerben wollen.

Musiktherapie

Musiktherapie mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen – eine Einführung NEU
Dieses Seminar will einen Einblick in das vielfältige und bunte Arbeitsfeld von Musiktherapie in der Heilpädagogik geben. Es werden Ziele und Methoden, Indikationen und Kontraindikationen von Musiktherapie vorgestellt und diskutiert. Mit Unterstützung von Freier Improvisation und musikalischem Rollenspiel werden typische einzel- und gruppenmusiktherapeutische Situationen und mögliche Lösungswege ergründet. Beispiele bzw. Probleme aus der therapeutischen oder pädagogischen Praxis der Teilnehmer sind willkommen.

10FF103 · Guido Schmid · Kursraum 7 · 110,– €
Block 2 Tage · Fr. 2.7.: 18.00 - 20.00 Uhr · Sa. 3.7.: 10.00 - 18.00 Uhr

Musiktherapeutische Selbsterfahrung
Das Seminar eröffnet einen musikalischen Spielraum zur Erweiterung individueller Erlebnis- und Entwicklungspotentiale. Die Erfahrungen in den Improvisationen und rezeptiven Übungen (Formen aktiver und rezeptiver Musiktherapie) werden im Austausch mit der Gruppe vertieft und vor dem Hintergrund tiefenpsychologischer und integrativer Konzepte reflektiert. Der Schwerpunkt des Seminars liegt in der Erfahrung und Vertiefung persönlicher Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten durch Klangerfahrung und freie Improvisation. Eine weiterführende Teilnahme an einer fortlaufenden Selbsterfahrungsgruppe ist möglich. 

Das Seminar ist keine Therapie und für Personen mit seelischen oder schweren körperlichen Leiden oder Erkrankungen nicht geeignet. Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherap.kammer beantragt.

F101 · Andreas Wölfl · Kursraum 7 · 153,– €
Ferienblock 2 Tage · Fr. 3.9.: 16.00 - 21.00 · Sa. 4.9.: 9.30 - 19.00 Uhr

Ohne Worte – Dialogaufbau nach erworbener Hirnschädigung NEU
Eines der schwierigsten Probleme nach einer Hirnschädigung ist die gestörte Kommunikation. Befindet sich ein Patient in einem veränderten Bewusstseinszustand (Koma, Wachkoma), so ist er über das Wort kaum erreichbar. Als nonverbale Verfahren können hier Musik- und Körpertherapie ihre besondere Wirksamkeit entfalten. In diesem Seminar werden verschiedene Konzepte des Dialogaufbaus und nonverbaler Kommunikation vorgestellt, musik- und körpertherapeutische Interventionsformen in Selbsterfahrung ausprobiert und eingeübt. Insbesondere wird dabei auch auf die Möglichkeit des Einbeziehens von Angehörigen in die Therapie eingegangen. 

Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.

F102 · Maret Jochheim · Kursraum 7 · 168,– €
Ferienblock 3 Tage
Fr. 5.11.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 6.11.: 10.00 - 18.00 Uhr · So. 7.11.: 10.00 - 13.00 Uhr

Musiktherapeutische Spiele – Spielen in der Musiktherapie
Spielen ist einer der zentralen Begriffe innerhalb der Musiktherapie. Wenn in der therapeutischen Situation die Neugierde größer ist als das Misstrauen und die Angst, ist es möglich, sich auf Themen einzulassen, die im ernsten Leben zu gefährlich sind. Zu Beginn werden Möglichkeiten vorgestellt, spielerischen Zugang zu Musikinstrumenten und dem eigenen musikalischen Ausdruck zu finden. Anschließend werden konkrete musikalische Spielangebote praktisch erprobt und auf ihr gruppendynamisches, entwicklungspsychologisches und lerntheoretisches Potential hin untersucht. Den 3. Schwerpunkt bildet die Frage, wie aus einer konkreten therapeutischen Situation eine bestimmte Spielidee als therapeutische Intervention entwickelt werden kann.

Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.

F103 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 147,– €
Wochenende · Sa. 27.11.: 10.00 - 19.00 · So. 28.11.: 10.00 - 14.30 Uhr

Phänomenologisch-systemische Aufstellungsarbeit und Musiktherapie NEU
Dieses Seminar bietet Gelegenheit, durch Selbsterfahrung und Reflexion zu erleben und zu verstehen, wie sich phänomenologisch-systemische Aufstellungen mit musiktherapeutischen Vorgehensweisen und Techniken kombinieren lassen. Je nach Anliegen können Teilnehmer Stellvertreter für Mitglieder ihrer Herkunfts- bzw. Gegenwartsfamilie oder auch nichtpersonale Repräsentanzen aufstellen, die dann mit Instrumenten, Stimme und Bewegung ihre Befindlichkeit ausdrücken und diese prozesshaft und interaktionell weiterentwickeln. Die Verbindung des wirkenden Feldes mit frei improvisiertem nonverbalem Ausdruck, in den möglichst wenig eingegriffen wird, ist das Spezifische dieses Ansatzes und verbindet in der Tiefe die herkömmliche aktive Musiktherapie mit den Entdeckungen der systemisch-phänomenologischen Aufstellungsarbeit im Sinne des Familienstellens und den Bewegungen der Seele. Je nach Situation wird mit Lösungen experimentiert, musiktherapeutisch und verbal aufgearbeitet. 

Im Seminar werden der phänomenologisch-systemische Hintergrund und eine Reihe von praktischen Beispielen dargestellt und bilden die Grundlage für Diskussion und den Transfer in verschiedene Praxisfelder. 

Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.

F104 · Prof. Dr. Tonius Timmermann · Saal · 142,– €
Block 3 Tage
Fr. 3.12.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 4.12.: 10.00 - 18.00 Uhr · So. 5.12.: 10.00 - 13.00 Uhr

Träume und Musik NEU
Ihr seid herzlich eingeladen zum Spielen auf den unterschiedlichsten Instrumenten, die für jeden spielbar sind. Träume, die du mitbringst, stellen wir mit Klängen dar. Wir spielen, dramatisieren und eröffnen damit einen direkten Zugang zu den Bildern deiner Seele. Diese Klänge ermöglichen das Lauschen mit offenen Ohren, das Spielen mit Leib und Seele und das Kommunizieren auf einer ganz direkten, archaischen, nonverbalen Ebene. Die Bilder und die musikalische Kommunikation zeigen dir Themen und Wege, die für dich wichtig sind. Ausgangspunkt können Nachtträume sein oder auch Träume, die du dir in deinem Leben erfüllen willst. Das Seminar ist für jedermann offen. 

F105 · Malou Eberspächer · Kursraum 7 · 92,– €
Block 2 Tage · Fr. 10.12.: 18.00 - 21.00 · Sa. 11.12.: 10.00 - 18.00 Uhr

Was ist Musiktherapie – wie werde ich MusiktherapeutIn?
Vermittelt wird ein grundlegendes Wissen über Musiktherapie sowie deren Methoden und Praxisfelder. Das Wesen musiktherapeutischer Arbeit wird am besten über praktische Erfahrungen in musiktherapeutischen Spielangeboten und deren Reflexion verstanden. Dabei wird auch ein Klärungsprozess über die Motivation zu diesem Beruf und eventuell verborgene Wünsche in Hinblick auf Musiktherapie in Gang gesetzt. Zusätzlich erhalten Sie Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und einführende Literatur.

F106 · Christian Münzberg · Kursraum 4 · 144,– €
Block 3 Tage
Fr. 14.1.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 15.1.: 10.00 - 18.00 Uhr · So. 16.1.: 10.00 - 13.00 Uhr

Musikalische Eltern-Kind-Gruppen – musiktherapeutische Aspekte NEU
Dieses Seminar richtet sich an LeiterInnnen von musikalischen Eltern-Baby/Kind-Gruppen (auch Berufsanfänger), die Interesse an musiktherapeutischen Aspekten haben, an MusiktherapeutInnen und andere Interessierte. 

Kann Musik an sich den Eltern einen feinfühligen Umgang mit ihren Kindern zeigen? Wo und wann brauchen Eltern Hilfestellung? Wie ist das mit den kleinen Wespen oder den wilden Kerlen in der Gruppe? Unter welchen Umständen kann eine Gruppe diese Kinder ertragen oder sogar tragen? Was kann ich da als Leiterin tun? Wie gehe ich mit »schwierigen« Eltern um? Wo sind meine eigenen Grenzen? Solche und andere Fragen werden in diesem Seminar thematisiert. Auch ist Raum für eigene Fälle, die wir gerne gemeinsam betrachten und dabei nach Lösungen suchen. Den theoretischen Hintergrund bilden das Selbstempfindungskonzept von Daniel Stern, bindungstheoretische Ansätze sowie systemische Sichtweisen. 

Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.

F107 · Ursula Herpichböhm · Kursraum 7 · 153,– €
Block 3 Tage
Fr. 4.2.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 5.2.: 10.00 - 18.00 Uhr · So. 6.2.: 10.00 - 13.00 Uhr

Zur Ruhe kommen mit Atem, Stimme und Klangwahrnehmung NEU
Der Atem bewegt und verbindet Körper, Seele und Geist, Bewußtes und Unbewußtes. Die Stimme ist tönender Atem, der von innen nach außen wirkt. Klänge archaischer Instrumente wie Monochord, Didgeridoo, Klangschale, Gong wirken von außen nach innen. Durch die verschiedenen Elemente der Arbeit – Atemübungen, Stimmimprovisationen, Klangrezeptionen – werden Durchlässigkeit, Schwingungsfähigkeit und die Entfaltung des Atemraums gefördert. Im Gespräch kann das Erlebte mitgeteilt und reflektiert werden.

F108 · Gabriele Engert-Timmermann · Tanzst. oben, Max-Weber-Pl. 2 · 90,– €
5 x Fr. · 14.1. · 21.1. · 4.2. · 18.2. · 25.2. · je 19.30 bis 21.30

Berufsspezifische Fachseminare

Nur für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung
Einzelne Wochenendkurse sowie eine dreiteilige Seminarreihe geben Musiktherapeuten Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen. Die Seminarreihe 2011 mit dem Titel »Klang und Imagination« befasst sich mit rezeptiver Musiktherapie: An 3 Wochenenden steht die prozessgeleitete Anwendung rezeptiver Techniken im Mittelpunkt. Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Fachseminare umfasst die fundierte Vermittlung von Theorie und Praxis des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der Teilnehmer.

Musiktherapie

Gesprächsführung für Musiktherapeuten
Dieses Seminar basiert auf folgenden theoretischen Grundlagen: »Aktives Zuhören« (Rogers), »Gewaltfreie Kommunikation« (Rosenberg), »Vier Seiten einer Nachricht« (v. Thun), »Themenzentrierte Interaktion« (Chon) und »Transaktionsanalyse« (Berne). Es werden konkrete Gesprächstechniken und Grundprinzipien psychotherapeutischer Gesprächsführung vermittelt, wie z. B. Regeln um Angst zu vermeiden und den Patienten zu »sichern«, häufige Fehler bei der Gesprächsführung, MiniMax-Interventionen (Prior). Ein weiterer Schwerpunkt sind die spezifischen musiktherapeutischen Bedingungen, nämlich die Einleitung musiktherapeutischer Angebote und die Aufarbeitung musiktherapeutischer Erfahrungen sowie die Integration und Übertragung des musiktherapeutischen Geschehens in den gesamttherapeutischen Prozess. Außer der Vermittlung obiger Inhalte werden schwierige Gesprächssituationen in Form von Rollenspielen dargestellt, diskutiert und bearbeitet. 

Fall-Vignetten der Teilnehmer erwünscht. Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.

F201 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 196,– €
Ferienwochenende · Sa. 30.10.: 10.00-19.30 · So. 31.10.: 10.00-14.30 

Klang und Imagination (3-teilige Seminarreihe) NEU
Prozessgeleitete Anwendung rezeptiver Techniken
Hören, wahrnehmen, berührt sein, empfinden, assoziieren ... musiktherapeutische Entspannung, Klangtrance, musikgeleitete Phantasiereisen und Imaginationsübungen eröffnen ein breites Wirkungspotential zwischen den Polen der freien Assoziation und der thematischen Vertiefung auf der einen und der strukturierend begleitenden und lösungsorientierten Neuerfahrung auf der anderen Seite. Diese Potentiale benötigen ein theoretisch unterlegtes, methodisches Handeln, um entsprechend der Diagnose des Patienten, des Behandlungsauftrages und des Verlaufs gezielt in Diagnostik und Therapie eingesetzt werden zu können. In dieser Seminarreihe wird eine Auswahl rezeptiver Techniken vorgestellt, im eigenen Selbsterfahrungsprozess erlebt und auf ihre Wirksamkeit im therapeutischen Prozess hin analysiert und überprüft. Im kollegialen Austausch wird der Transfer in musiktherapeutische Tätigkeitsfelder der Teilnehmer erörtert und exemplarisch durchgeführt.

Teil 1: Klang und Imagination im therapeutischen Prozess
Im ersten Seminar werden prozessgeleitete Behandlungsfragen thematisiert, diagnostische und therapeutische Aspekte aufgezeigt und die Möglichkeiten und Gefahren des evokativen Potentials rezeptiver Aspekte diagnosespezifisch aufgezeigt.

Leitung: Andreas Wölfl · Tanzstudio oben
Block 3 Tage
Fr. 25.3.11.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 26.3.11.: 10.00 - 19.00 · So. 27.3.11.: 10.00 - 13.00 Uhr

Teil 2: Klangtrance
Im Seminar zur Klangtrance werden die Wirkungen monochromer Klangtrance im eigenen Prozess vertieft, ihre Durchführung geübt und die therapeutische Anwendbarkeit für unterschiedliche Patientengruppen aufgezeigt.

Leitung: Martin Spiegler · Tanzstudio oben
Block 3 Tage
Fr. 3.6.11.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 4.6.11.: 10.00 - 19.00 · So. 5.6.11.: 10.00 - 13.00 Uhr

Teil 3: Struktur und Entwicklung von Phantasiereisen
Hier wird der Aufbau von Phantasiereisen und die zielorientierte, auf den Behandlungsprozess bezogene Gestaltung von geleiteten Imaginationen vorgestellt und in Kleingruppen geübt.

Leitung: Rosa Büchele · Tanzstudio oben
Block 3 Tage
Fr. 7.10.11.: 18.00 - 21.00 Uhr · Sa. 8.10.11.: 10.00 - 19.00 · So. 9.10.11.: 10.00 - 13.00 Uhr

Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt.
Anmeldeschluss: 14.3.2011. Buchung nur als Paket möglich. 10% der Gebühr sind bei Anmeldung, der Rest 14 Tage vor Seminarbeginn fällig. 

11FF201 · Andreas Wölfl · Martin Spiegler · Rosa Büchele · 590,– €

Berufsspezifische Zusatzqualifikationen

Für MusiktherapeutInnen mit anerkannter Ausbildung.
(11FF 301 auch für Lehrkräfte mit musikalischem Hintergrund!)
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller fachspezifischer Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie verhelfen, neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren.

Ziel ist es, Musiktherapeuten fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet und/oder wichtige wissenschaftliche Themen zur Integration in ihr berufliches Umfeld zu vermitteln. Sie werden mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Die im Herbst 2010 startende Zusatzqualifikation zum EBQ-Instrument und seinen entwicklungspsychologischen Grundlagen von Dr. Karin Schumacher und Claudine Calvet ist bereits ausgebucht. Wir werden sie aber im Herbst 2011 erneut anbieten. 2011 startet nun die Zusatzqualifikation »Trommelpower – Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik« unter der Leitung von Andreas Wölfl. Sie ist explizit für MusiktherapeutInnen und LehrerInnen konzipiert.

Musiktherapie

»Trommelpower«  NEU
Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik
In dieser Zusatzqualifikation wird ein Modell für Projekte mit Kindern und Jugendlichen zur Gewaltprävention, Förderung der sozialen Integration und des Selbstwertgefühls durch musikalische und szenische Improvisation vorgestellt. Dieses Modell wurde in einer Pilotstudie 2009 evaluiert und entsprechend der wissenschaftlichen Resultate überarbeitet und differenziert. Es kann im schulischen wie im außerschulischen Rahmen angewandt werden. Die einzelnen Elemente des Konzepts werden theoretisch erläutert und in Übungen praxisnah vermittelt. Insbesondere musikalische und musiktherapeutische Techniken zur Förderung des Selbstwertgefühls, der Empathiefähigkeit, der sozialen Integration und der konstruktiven Konfliktlösungsfähigkeit bilden einen Schwerpunkt im Konzeptaufbau. Darauf aufbauend wird den Kindern und Jugendlichen im Projekt Raum gegeben, sich auf kreative Weise sowohl mit Musik und Improvisation als auch mit den Themen Aggression, Gewalt und Streit auseinanderzusetzen, eigene Vorstellungen der Bewältigung zu entwickeln und diese in einer Performance darzustellen. In den Seminaren werden Aspekte der Leitung, des Repräsentierens konstruktiver und sozial bezogener Konfliktlösungsmodelle in der Trainerhaltung und des Umgangs mit fehlender Motivation und Widerstand vermittelt, sowie Konzepte der nachhaltigen Wirksamkeit und der Implementierung solcher Elemente in den Alltag der Kinder.

Ausführliches Curriculum auf Anfrage erhältlich, Fortbildungspunkte bei der Bay. Psychotherapeutenkammer beantragt. Zzgl. Kosten für Lehrsupervision.

11FF301 · Andreas Wölfl, Anna Meixner, Christian Galle-Hellwig, Gastdozenten · für Musiktherapeuten und Lehrer · Saal · 960,– €
4 Wochenenden · 27.-29.5.2011, 1.-3.7.2011, 14.-16.10.2011, 27.-29.1.2012 · je Fr. 17.30 - 20.30, Sa. 9.00 - 18.00, So. 9.00 - 14.30 Uhr

Musiktherapie

Berufsbegleitende Weiterbildung Musiktherapie

Leitung: Dr. Dorothee von Moreau, Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Hochschulreife
    (Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
  • geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
    Mindestalter 26 Jahre
  • musikalische und persönliche Eignung
    (wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)

Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt. Die Weiterbildung orientiert sich formal und inhaltlich an den Kriterien des ehemaligen Berufsverbandes bvm und den europäischen Standards der EMTC.

Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.

Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).

Beginn: Die nächste Ausbildung startet im Januar 2013.

Anmeldeschluss: 30. September 2012
Aufnahmeverfahren: November 2012 

Kosten
220,– € monatlich zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und Einzel-Lehr-Supervision in Höhe von ca. 1.900,– € jährlich. Die Gebühr für Aufnahme-, Zwischen- und Abschlussprüfung beträgt je 130,– € (Änderungen vorbehalten).

Dozenten
Dr. G. Bergenthal, G. Engert-Timmermann, Ch. Galle-Hellwig, A. Geis, E. Glogau, S. Hellwig,
P. Hemmer-Torhorst, Dr. D. v. Moreau, Ch. Münzberg, S. Reimold, Dr. M. Nöcker-Ribaupierre, M. Schenk, Dr. S. Schulz, Prof. Dr. T. Timmermann, Dr. A. Walter, A. Wölfl, H. G. Wolf

Auskunft
Dr. Dorothee von Moreau
dvmoreau@freies-musikzentrum.de
Tel: 06221 - 58 87 092

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Weiterbildung als PDF
>> Curriculum

19. Fachtagung Musiktherapie

Musiktherapie in der präventiven Arbeit 
Leitung: Dr. Dorothee von Moreau

In einer von strukturellen Umbrüchen gekennzeichneten Gesellschaft werden präventive Aufgaben zunehmend in institutionelle Settings verschoben. Prävention wird damit zu einer zentralen Aufgabe, die von den Sozialwissenschaften sowie von pädagogischen und therapeutischen Berufsgruppen professionelle Konzepte einfordert. Musik mit seinem kreativen Potenzial an der Schnittstelle von Kunst, Pädagogik und Therapie bietet ideale Einsatzmöglichkeiten für niederschwellige und gleichzeitig hocheffektive Präventivangebote. Deren methodische Umsetzung allerdings sollte eingebettet sein in ein spezifisches Verständnis von psychischen und gruppendynamischen Prozessen. Die Tagung stellt exemplarisch musiktherapeutische Projekte in unterschiedlichen Settings vor und diskutiert, welchen Beitrag Musiktherapeuten in der Prävention leisten können.

Für die Tagung sind Fortbildungspunkte bei der Bayerischen Psychotherapeutenkammer beantragt.

Tagungsprogramm
Samstag, 05. März 2011

  • 13.00 – 13.30  Begrüßung und musikalische Einstimmung 
  • 13.30 – 14.30  Peter Uffelmann: Damit es nicht noch schlimmer wird –
    Gütekriterien für erfolgreiche Prävention
  • 14.30 – 15.30  Monika Nöcker-Ribaupierre: Bindung als präventiver Faktor
    für sekundäre Entwicklungsstörungen
  • 15.30 – 16.30  Kaffeepause
  • 16.30 – 17.30  Michaela Weyand: Musik – Integration – Entwicklung.
    Musikmachen in der präventiven musiktherapeutischen Arbeit mit sozial benachteiligten Migrantenkindern
  • 17.30 – 18.30  Andreas Wölfl: »Trommelpower« – Gewaltprävention mit Musik
  • ab 19.00  Get together (Ort wird noch bekannt gegeben)

Sonntag, 06. März 2011

  • 10.00 – 11.00  Marie-Luise Zimmer: Sonne für die Schattenkinder – Präventionsangebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern oder
    Geschwister an Krebs erkrankt sind
  • 11.00 – 12.00  Tonius Timmermann: Transgenerationale Aspekte
    in der Musiktherapie und musiktherapeutischen Prävention
  • 12.00 – 12.30  Schlussbetrachtungen und musikalischer Ausklang
  • ca. 13 Uhr Ende der Tagung

Referenten und Themen

Peter Uffelmann
Studium Sport, Germanistik, Psychologie, Supervision, Organisationsberatung und Coaching; psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz, Lehr-Supervisor/Supervisor (EAG), Business- und Gesundheitscoach, Senior Consultant an der Europäischen Akademie für Psychosoziale Gesundheit (EAG), Projektleitung Schulleitungscoaching Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Präventionsforschung. Es werden exemplarisch Präventionsprojekte vorgestellt, anhand derer Qualitätsmarker identifiziert werden können, die erfolgreiche und erfolglose Prävention unterscheidbar machen. Entlang dieser Gütekriterien werden in Thesenform Anregungen für mögliche musiktherapeutische Präventionsprojekte gegeben.

Monika Nöcker-Ribaupierre, Dr. sc. mus. 
Dipl. Kapellmeister, Dipl. Musiktherapeutin DMtG, psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz. Forschungs- und praktische Tätigkeit in Neugeborenen-Intensivstationen und in der Entwicklungsneurologie der Universitätskinderklinik in München und im Städt. Krankenhaus München-Harlaching. Berufspolitische Arbeit, internationale Vortragstätigkeit und Publikationen. Zur Zeit im wissenschaftlichen Beirat der Musiktherapeutischen Umschau und des Bundesverbands »Das frühgeborene Kind e. V.«, Mitglied des Editiorial Board der JAMM, Vice President der International Society for Music in Medicine ISMM und ehem. Vice President der European Music Therapy Confederation EMTC.

Eine nicht geringe Anzahl von Kindern kommt mit Entwicklung behindernden Problemen oder Störungen auf die Welt. Ob und wie diese Probleme am Lebensanfang ihr weiteres Leben beeinträchtigen, hängt u. a. mit der Bindung an ihre primäre Bezugsperson zusammen. Musiktherapie hat das Potential, von Anfang an die prägende Bindung von Mutter und Kind zu unterstützen und damit sekundären Entwicklungsstörungen vorzubeugen. Das Wissen darüber und verschiedene musiktherapeutische Ansätze werden dargestellt und diskutiert.

Michaela Weyand
Musiktherapeutin M. A., psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz. Als Dipl. Sozialarbeiterin seit 1992 tätig in der Jugendhilfe und interkulturellen Bildung. Von 1996 bis 2006 Leiterin einer sozial-integrativen Musikschule in einem Armenviertel in Chile. Seit 2007 Musikkurse für Kinder mit / ohne Migrationshintergrund in sozialen Brennpunktvierteln im Raum Bonn. Gruppenmusiktherapie in Fördereinrichtungen für psychisch, körperlich und geistig behinderte Menschen.

Anhand einer qualitativen Pilotstudie stellt die Referentin ihre Arbeit mit gemischt kulturellen Kindergruppen in zwei stadtteilnahen Begegnungszentren vor und zeigt auf, welche Möglichkeiten die freie musikorientierte Arbeit mit psychotherapeutischer Grundhaltung bereitstellen kann, um in einem von Deprivation geprägten Umfeld Prozesse von Gesundheitsförderung, Empowerment und Integration zu unterstützen.

Andreas Wölfl
Dipl. Musiktherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Supervisor (DGSV). Lehrmusiktherapeut (BVM). Seit 1989 Musiktherapeut in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Supervision, Coaching und Musiktherapie in freier Praxis. Dozenten- und Forschungstätigkeit. Leitung der berufsbegleitenden Musiktherapieausbildung BWM und der Arbeitsgruppe Prävention am Institut für Musiktherapie am Freien Musikzentrum München.

Trommelpower ist ein vom Referenten mit Kollegen entwickeltes Projektmodell, in dem musiktherapeutische Elemente konzeptionell für die Arbeit im Bereich Gewaltprävention modifiziert sind. Das Konzept wurde 2009 in der Pilotstudie »Musik für ein besseres Miteinander«  in zwei 5. Klassen an Münchner Hauptschulen durchgeführt und wissenschaftlich evaluiert. Im Vortrag stellt der Referent das Projektmodell, die Ergebnisse der Studie sowie deren wissenschaftliche Auswertung vor und zeigt wichtige Schlussfolgerungen für die Praxis musiktherapeutischer Vorgehensweisen im Bereich Gewaltprävention auf. 

Marie-Luise Zimmer
Musiktherapeutin / Lehrmusiktherapeutin DMtG, Traumatherapeutin PITT, Musikpädagogin DTKV, psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz, seit über 30 Jahren freie Praxistätigkeit mit den Schwerpunkten Onkologie, Gewalterfahrungen, Traumatisierung nach medizinischen Eingriffen, Krisenintervention, Sterbe- und Trauerbegleitung. Klinische Arbeit: Neonatologie mit Auditiver Stimulation, pädiatrische Onkologie und Palliativstation für Erwachsene. Lehrbeauftragte für Weiterbildungen: Palliative Care, Breast Nurse. Trauerbegleiterin von Hospizvereinen und verwaisten Eltern. 

Schätzungen aus den USA zufolge stellen 5-15% aller Kinder und Jugendlicher chronisch kranker Eltern eine Risikogruppe für später auftretende psychische Störungen dar. Trotz dieser erschreckend hohen Zahl sind diese Kinder erst in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus therapeutischer Bemühungen gerückt; gezielte Prävention in unserem bestehenden Versorgungssystem gibt es nicht. Exemplarisch für diese Zielgruppe wird das Projekt »Pegasus« vorgestellt, ein musiktherapeutisches Gruppenangebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern oder Geschwister an Krebs erkrankt sind.

Tonius Timmermann, Prof. Dr. rer. biol. hum. 
Studium der Pädagogik in Münster und Musiktherapie in Wien; Musiktherapeut in freier Praxis; psychotherapeutische Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz; Weiterbildungen insbesondere in Atemtherapie und Systemaufstellungen; Professor für Musiktherapie an der Universität Augsburg, Leopold-Mozart-Zentrum: Leitung des berufsbegleitenden Masterstudienganges und der Forschungsstelle Musik und Gesundheit.

Die unbewusste transgenerationale Übertragung von Verhaltensmustern, Erfahrungen, Gefühlen, von Bindungs- und anderen Kommunikationsstörungen, von sozialer Ausgrenzung und Gewalt ist nicht mehr nur familienintern lösbar. Es ist sowohl für die Psychotherapie allgemein als auch für die Musiktherapie ein wichtiges Thema. Darüber hinaus ist es aber auch eine Herausforderung für das öffentliche Erziehungssystem, beginnend mit dem Vorschulbereich. Die Universität Augsburg reagiert darauf mit ihrem Forschungsschwerpunkt »Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche«, in den die Musiktherapie einbezogen ist. 

Veranstaltungsort
Freies Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, 81675 München

Tagungsgebühr
Normal (auch für Mitglieder BVM, DGMT) 105,– € , Ermäßigt laut > AGB 92,– €

Frühbucher-Rabatt
Bei Anmeldung und Bezahlung bis zum 12.12.2010 erhalten Sie einen
Frühbucherrabatt von 4% (nicht kombinierbar mit anderen Rabatten).

Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 6.2.2011. Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer F100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum 6.2.2011 behält sich die Tagungsleitung vor, die Veranstaltung – unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr – abzusagen.

Stornierung
Bei Stornierung durch den Teilnehmer bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20,– € Bearbeitungsgebühr zurück überwiesen. Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.

Download als pdf > Musiktherapie-Tagung 2011
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   Musiktherapie in
   der präventiven Arbeit

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte der berufsbegleitenden Weiterbildung als PDF
>> Curriculum

Weiterführende Links
www.musiktherapie.de

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