| Kursnummer | 2027FK905 |
| Dozentin |
Susanne Casten-Jarosch
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| Datum | Samstag, 24.04.2027 09:30–18:30 Uhr |
| Gebühr | 115,00 EUR |
| Ort |
Saal
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Die elementare Musikpädagogik, insbesondere aber das Fach Rhythmik, fördert die Sprachentwicklung von Kindern lustvoll und spielerisch, indem sie Rhythmus, Melodie, auditive Wahrnehmung sowie Artikulation stärkt. Durch Rhythmus, Klatschen, Reimen, Tanzen und Singen werden Hirnregionen aktiviert, die sowohl für Musik als auch für Sprache zuständig sind. Dies verbessert die phonologische Wahrnehmung, Artikulation als auch die Wortschatzentwicklung. Wiederkehrende Reime und Lieder prägen sich ein, wodurch Strukturen und Worte spielerisch erlernt werden. Rhythmus, Artikulation und Melodie helfen Kindern, Lautstrukturen und Sprachrhythmus besser zu erkennen und schulen den Hörsinn. Bewegung und Sprache fördern die Sprachentwicklung, da Sprache und Motorik im Gehirn eng miteinander verknüpft sind. Die Benennung der sinnlichen und motorischen Erfahrungen erweitert Ausdrucks- und Sprachfähigkeiten. Musik spricht Kinder direkt an, baut Sprachhemmungen ab und motiviert deshalb zum Sprechen. Die Koordination von Atmung, Bewegung und Stimmgebung ist sowohl für Musik als auch für Sprache entscheidend. In der heutigen Situation von allgegenwärtigen interkulturellen Gruppen kann der kreative Umgang mit Sprache zu einer wichtigen Unterstützung im pädagogischen Alltag werden. Der Fachtag zeigt praxisnah Wege auf, wie man dies kindgerecht und lustvoll erreicht.
Die Veranstaltung richtet sich an Pädagog:innen und Erzieher:innen in Kindertagesstätten und Schulen und an die Alumni der Fortbildungen des Freien Musikzentrums. Die angesprochenen Kinder sind zwischen 1 und 8 Jahren.
Vier Workshopmodule finden parallel in vier Räumen statt. Alle Teilnehmenden durchlaufen, in vier Gruppen eingeteilt, alle vier Workshops. Die Themen der Fachtags-Module werden so direkt und persönlich erfahrbar. Am Nachmittag gibt es wie immer eine gemeinsame Diskussionsrunde.
Modul 1: »Vom musikalischen Hören zum Sprachklang«
Spiele und Übungen zum differenzierten Hören (Stimme, Geräusche und instrumentale Klänge) schulen das Gehör und eine saubere Intonation, sowohl im Gesang als auch in der Sprache. Die angeborene Neugier der Kinder zur Kommunikation wird geweckt. Die Sprachmelodie, also die musikalische Komponente der Sprache, vermittelt Emotionen und Absichten, oft stärker als der Wortlaut.
Modul 2:
»Sprache und Bewegung«
mit Susanne Casten-Jarosch
Stimme und Sprache werden zur Begleitung und Unterstützung von Bewegung in unterschiedlichen Tempi, Rhythmus, Bewegungsfluss, Koordination und räumlicher Wahrnehmung eingesetzt. Bewegungsbegleitung und Sprache sind zwei sich gegenseitig beeinflussende Dimensionen, die sich ideal ergänzen, um Kindern ein tieferes Verständnis von musikalischen Prozessen, Bewegung und Sprache zu ermöglichen. Unterstützend kann hier auch eine Bewegungsanregung durch Materialien sein.
Das Kind erfährt einen Wortschatz und gleichzeitig die Qualität von Bewegung und Material. Die Begleitung mit der Stimme hat den Vorteil, dass wir sie sehr konkret und situationsbezogen auf das Kind bzw. auf die Gruppe abstimmen und das Geschehen sprachlich benennen können.
Je flexibler wir unsere Stimme einsetzen können, desto größer ist die Unterstützung für die Kinder in der Bewegung und das gesamte Gruppengeschehen.
Modul 3: »Sprech-Rhythmicals«
Es werden Rhythmus, Melodieführung, Sprachausdruck, Sprache und Wortschatz gefördert und erweitert. Ein lustvoller Umgang mit Lauten (wie z. B. Comicsprache), Worten und Bodypercussion, ist ein elementarer Vorläufer zum Scatten und Rappen.
Wie entwickle ich lebendige, spielerische Rhythmicals für und mit Kindern?
Modul 4: »Lieder, Reime, Gedichte und witzige Sprichwörter«
mit Susanne B. Goodman
Durch die spielerische Förderung des stimmlichen Ausdrucks und des Sprachklangs und -rhythmus' werden Kinder in ihrer sprachlichen und musikalischen Entwicklung unterstützt. Sie erweitern ihren Wortschatz und entdecken unterschiedliche Sprachstrukturen. Eingängige Sprechrhythmen und lyrische Sprachformen machen Sprache auf spielerische Weise reproduzierbar und regen zu eigenen Dichtungen an. Sie üben auf Kinder einen besonderen Reiz aus. Die Atmung und Struktur von Sätzen (Syntax) werden über lyrische Sprachformen verdeutlicht und verinnerlicht.
Programm
9:30 »Praktische Begrüßung« – ein Warm up zum Ankommen
10:00 Eröffnung des 6. Praxisfachtages
Susanne Casten-Jarosch und Susanne Goodman
10:30 M1 (Saal), M2 (Kursraum 5), M3 (Kursraum 7), M4 (Kursraum 4)
11:30 Pause
11:45 M2 (Saal), M3 (Kursraum 5), M4 (Kursraum 7), M1 (Kursraum 4)
12:45 Mittagspause (Büchertisch im Kursraum 1)
14:00 praktische Spieltipps, leichtes Warm up für alle (Saal)
14:30 M3 (Saal), M4 (Kursraum 5), M1 (Kursraum 7), M2 (Kursraum 4)
15:30 Pause
15:40 Diskussion mit den Dozent:innen
16:20 Pause
16:30 M4 (Saal), M1 (Kursraum 5), M2 (Kursraum 7), M3 (Kursraum 4)
17:30 Zusammenfassung des Tages